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Fachübungsleiter-Ausbildung Hochtouren
Die vergangenen 10 Tage verbrachte ich im Pitztal auf dem Taschachhaus und habe dort meine Ausbildung zum Fachübungsleiter Hochtouren beim DAV abgeschlossen. Die Ausbildung besteht (normalerweise) aus 3 Teilen: Grundkurs, Felsklettern und Eis.
Unseren Kurs (wir waren insgesamt 11 Aspiranten) leiteten Jörn Heller und Max Bolland. Die beiden haben in professioneller Art und Weise sowohl fachlich als auch pädagogisch durch den Kurs geführt. Von den Horrorgeschichten, die man hier und da über die Ausbildung zum FÜL Hochtouren hört, hat sich wenig bis gar nichts bewahrheitet. Lediglich die Tatsache, dass man für die 10 Tage etwas Kondition mitbringen sollte und das ein oder andere mal sehr früh aufstehen muss kann sicherlich nicht angezweifelt werden :-)
Der Kurs besteht aus einer Einführung in das Steigeisengehen - vorwiegend Vertikalzackentechnik, einigen Probe-Führungstouren, einer Theorieprüfung, Prüfung im Eisbruch und zwei abschließenden Prüfungstouren.
Als Übungstouren standen für uns 3 etwas schwerere Hochtouren rund um das Taschachhaus auf dem Programm. Dass dabei dank des warmen Wetters (bis zu 27 Grad auf der Hütte!!!) mehr und mehr Felstouren gemacht wurden, tat dem Kurs keinen Abbruch, ich hätte mir freilich ein paar mehr Unternehmungen im Eis gewünscht. Unsere Tourenziele waren zunächst die Überschreitung des Pitztaler Urkunds - eine ungeahnt schöne Felskletterei im 2. Grad, die Sexegerten-Nordwand mit Überschreitung vom Nord- zum Südgipfel sowie die Petersenspitze-Nordwand mit Überschreitung des Brochkogels.
Die Prüfung im Eisbruch bestand aus einem Eis-Parcours für Vertikalzackentechnik, der mich an die Grenzen meiner Steigeisen-Fähigkeiten brachte und einem senkrechten Vorstieg im Gletschereis. Im Anschluss daran wurde eine Theorieprüfung geschrieben, bei der ich vor allem - schändlicherweise - große Defizite im Bereich Erste Hilfe und Wetterkunde hatte... hier gelobe ich Besserung :-)
Die Führungstouren wurden aus den Erfahrungen der vorangegangenen Touren im Bereich Gratüberschreitungen gewählt. So stand einmal die Überschreitung der Bligg-Spitze vom Südgrat (eigentlich II, aber patschnass dank Nebel) und Ostgrat auf dem Programm. Des weiteren besuchten wir die Eiskastenspitze über Südostgrat (Stellen III, sonst II) und Abstieg über den Mittleren Eiskastenferner.
Alles in allem konnte ich auf dem Kurs noch einmal viel dazu lernen und im Gegensatz zum Felskurs viele wesentliche Tipps und Tricks einsammeln. Daneben habe ich gemerkt, wo meine Defizite liegen und an was ich in Zukunft arbeiten kann.
Im Übrigen war die Gruppe der absolute Hammer! Wer sich überzeugen will, findet weitere Bilder in der Kaktusteam Gallery. Weitere Bilder finden sich auf dem Blog von Markus (einem weiteren Teilnehmer des Kurses - Der Blog ist auch so sehr lesenswert!).
3 meiner Spitzbergen-Bilder im aktuellen Mountain Equipment Katalog
Ich muss zugeben, dass es mich schon etwas mit Stolz erfüllt hat, als ich letzte Woche in der Bundesgeschäftsstelle den neuen Mountain Equipment Katalog gesehen habe und darin 3 meiner Bilder von Spitzbergen wiedergefunden habe.
Zwar sind die drei abgebildeten Fotos schon eher Mode- bzw. Portraitfotografien denn Landschaftsaufnahmen, dafür sind sie in einem Katalog zusammen mit Bildern von Bernd Ritschel, was mich sehr freut. An dieser Stelle sei noch einmal erwähnt, dass Mountain Equipment unsere letztjährige Spitzbergen-Expedition tatkräftig unterstütz hat!
Hier sind Screenshots von den drei Seiten mit den Bildern:
JA Klausurtagung im Donautal
Dieses Wochenende hat der Jugendausschuss der JDAV seine erste Klausurtagung unter der Federführung der neu gewählten Bundesjugendleitung durchgeführt. Sitzungsort war der Talhof im Donautal in dem wir uns sauwohl gefühlt haben und der für Veranstaltungen dieser Art geradezu ideal ist.
Nach einem leider viel zu kurzen gemeinsamen Klettern am Freitag, ging es ab Samstag Morgen ran an den Speck und an die inhaltliche Arbeit. Dabei standen Themen wie JDAV Organigramm, Visisonsarbeit, Kommunikation und Finanzstrukturen auf dem Programm. Die Tagesordnung haben die Teilnehmer dabei selbst festgelegt und es konnten fast alle gewünschten Punkte ausführlichst besprochen werden. Die konstruktive und freundschaftliche Stimmung schaffte einen Rahmen, in dem auch neue Ideen und bisher ungestellte Fragen einen Raum fanden und die Arbeitsergebnisse können sich durchaus sehen lassen.
Zum ersten Mal nahm bei diesem Treffen auch unsere neue Bundesjugendsekretärin an einer JDAV Veranstaltung Teil und konnte sich einen ersten Eindruck von ihrem neuen Arbeitsplatz machen.
Hier noch ein paar Bilder von unserem Wochenende:
Lagerabbau im Zeitraffer
Bei unserem Lagerabbau in Spitzbergen haben wir 800 Bilder in 15sek Abstand geschossen. Hier ist die geraffte Version mit 0,2sek / Bild. Für die technisch interessierten: Erstellt habe ich das Zeitraffer mit iMovie indem ich die Bildbeschneidung und allen Schnickschnack abgeschalten habe und dann einfach jedes Standbild mit 0,2 eingeblendet habe. Fertsch.
Lagerabbau in Spitzbergen from Michael Knoll on Vimeo.
Wer ein paar Feinheiten suche möchte, hier seien ein paar Abschnitte des Abbaus genannt, die man recht schön sieht:
1) Bärenzaun aufwickeln
2) Packen im Zelt
3) Heringe ziehen
4) Steine vom Küchenzelt zurücktragen
5) Wer genau hinschaut, kann die Erhöhten Plateaus sehen, die die Zelte im Eis zurückgelassen haben. Wer so möchte: Unser Beitrag zur Verminderung der Gletscherschmelze :-)
Landesjugendleitertag in Hamburg
Zusammen mit Jonas und Lars hock ich gerade beim Landesjugendleitertag des JDAV-Landesverbandes Nord in Hamburg. Da es mein erstes Mal in Hamburg ist, werden wir nachher noch ordentlich die Stadt kennenlernen, jetzt gibt's aber erst mal noch Mitgliederversammlung.







































