XMind - kostenloses Mindmap-Programm
Über dieses Programm wollte ich schon eine ganze Weile schreiben. Lars hat es vor einiger Zeit angeschleppt und ich war von Anfang an ziemlich begeistert. Mindmaps - wer sie noch nicht kennt - sind eine interessante Möglichkeit, um Gedanken und Informationen zu strukturieren. Es gibt dabei, ähnlich wie in einem Graphen, Knoten und Verbindungen zwischen diesen, die zusammenhängende Gedanken in hierarchischer Weise strukturieren helfen.
Nun - soweit noch nix neues. Das Schöne an XMind ist, dass es erstens kostenlos ist und zweitens auf Eclipse aufbaut. Wer also schon ein Eclipse auf dem Rechner hat, kann XMind einfach als Plugin installieren - das geht wie bei jedem Plugin.
Die Bedinung ist ein weiteres Highlight an diesem Programm. Sie erfolgt (wenn gewünscht) völlig ohne die lästige Maus nur mit Tastatur. Die Tasten sind dabei so gut belegt, dass man eigentlich völlig intuitiv klarkommt: ENTER -> Neuer Punkt auf gleicher Ebene, TAB -> neuer Unterpunkt, LÖSCHEN -> markierter Knoten löschen... nach einiger Zeit kann man die Diagramme blind tippen, wenn man z.B. Stoff für eine Klausur strukturieren möchte und dabei nebenher in einem Buch liest.
Neben dem klassischen Mindmap beherrscht XMind noch zahlreiche andere Darstellungsformen, wie z.B. Baumstrukturen oder Tabellen. Diese lassen sich auch beliebig kombinieren, so dass man z.B. beim Lernen von Stoff unterschiedliche Themengebiete auch unterschiedlich darstellen kann.
Die Software gibt es zum kostenlosen Download unter http://www.xmind.net/
Viel Spaß beim Ausprobieren!
Kogsys lernen
Wie alle Halbjahre wieder so hat's uns auch dieses Semester wieder erwischt mit der ferienbedingten Klausurwelle... die nächsten 10 Tage stehen im Zeichen der Kognitiven Systeme und deren Anwendungen. Dazu haben wir uns im ersten Stock unserer heißgeliebten Universitätsbibliothek häuslich eingerichtet und versuchen jetzt unter Zugabe einer größeren Menge an Zucker den Stoff in unser Hirn zu pressen.
Für alle die teilhaben wollen, hier ein Bild des derzeitigen Zustandsraums...
Sonya Kitchell
Gerade höre ich mal wieder schöne Musik und fühl' mich spontan dazu inspiriert, was darüber zu schreiben. Vor allem deswegen, weil ich von dieser Dame im Bekanntenkreis noch nix gehört habe und daraus mal zurückschließe, dass man sie einfach (bei uns) nicht wirklich kennt: Sonya Kitchell. Leider findet sich auch im durchschnittlich sortierten CD Regal wenig von ihr zu kaufen.
Ihre Musik würde ich beschreiben als eine Mischung von Amy McDonald, Norah Jones, Katie Melua, Dido Kate Rusby. Allerdings legt sich die gerade mal 20-jährige Künstlerin dabei nicht so geradlinig auf einen Stil fest. Das macht die CD für mich so abwechslungsreich und interessant. Von leisen akustischen Balladen über bluesig-melancholische Lieder hin zu rockigen Nummern ist von allem ein bisschen was drauf. Im Gegensatz zu Amy McDonald hat man vor allem den Eindruck, dass die Künstlerin mehr als einen Gitarren-Riff beherrscht :-)
Das erste Album kenne ich noch nicht, ich habe das zweite "This Storm". Mein Favorit: Running... (die Youtube-Version ist etwas langsamer als die Albums-Version und eben nur mit 2 Gitarren eingespielt...). Was mir ziemlich gut gefällt: dass ein(e) Künstler(in) es schafft, alleine mit einer Gitarre eine stimmungsvolle Atmosphäre aufzubauen. Gut - an den Dave kommt sie noch nicht ran :-)
Für mich auf jeden Fall eine der besten CDs in letzter Zeit...
Hier nochmal eins auf Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=7hA5bX5R6Y4&feature=related
Neue Gallery Extension für Typo3
Nach langem Hin- und Her habe ich mich vorgestern entschieden, mit einer neuen Gallery Extension für Typo3 anzufangen. Der Titel wird (gezwungenermaßen, wegen den bereits vergebenen T3-Extension-Keys gallery etc.) yag "Yet Another Gallery" sein.
Sobald das Grundgerüst einigermaßen steht, werde ich den Code auf Forge einchecken, um vielleicht auch andere Mitstreiter zu finden, die Lust haben, daran zu arbeiten. Vorneweg ein Abriss meiner Ideen:
1. Die Gallery soll komplett im MVC-Stil geschrieben werden, so dass die einzelnen Schichten (Darstellung, Logik und Controller) möglichst leicht erweitert und ausgetauscht werden können. Als Basis habe ich pt_mvc gewählt, weil mir dieses Framework derzeit am ausgereiftesten erscheint und es mir von der Arbeit bei der punkt.de GmbH recht gut vertraut ist. Für das Templating möchte ich Smarty einsetzen, was in pt_mvc bereits so vorgesehen ist.
2. Neben pt_mvc möchte ich pt_list für alle Listendarstellungen in der Gallery verwenden und pt_tools für einige Basis-Klassen wie z.B. Assertions, Collections und TS- sowie Session-Zugriffe. Auch diese Extensions wurden bei der punkt.de GmbH entwickelt und ermöglichen es, zahlreiche Typo3-Aufgaben sehr einfach zu erledigen.
3. Die Datenabstraktionsschicht wird vorerst pt_objcetstorage sein, die Modell-Klassen sind aber so geschrieben, dass die ORM-Schicht sehr leicht ausgetauscht werden kann, sollte sich pt_objectstorage als nicht ausreichend oder zu langsam erweisen. Ich habe auch mit dem Gedanken gespielt, Doctrine einzusetzen, allerdings scheint mir dies im Moment zu schwergewichtig zu sein und ich fürchte einige Einbußen in der Performance.
4. Von Anfang an soll größte Aufmerksamkeit auf eine vernünftige API gelegt werden. Alle Domänen-Logik soll sauber in erweiterbare Klassen gekapselt werden, so dass einzelne Teile der Gallery ausgetauscht und erweitert werden können. Zahlreiche Hooks und Strategie- sowie Template-Klassen sollen es so später ermöglichen, dass die Logik und die Darstellung der Gallery an individuelle Bedürfnisse angepasst werden können.
5. Neben einem möglichst schlanken Kern sollen Stück für Stück Erweiterungen entstehen, die den Funktionsumfang der Gallery erweitern. Angedacht sind z.B.: Cooliris Plugin, Anbindung an einen Foto-Print-Service, Bewertungs- und Kommentarsystem, Frontend-Bildupload, ZIP-Download, Kategoriensystem etc.
6. Für die Administration soll ein eigenes BE-Modul entwickelt werden, welches ebenfalls als eigene Extension implementiert wird und eine möglichst einfache Verwaltung der Galerien ermöglichen soll.
Ein erster Schritt besteht jetzt darin, das Domänenmodell zu implementieren, danach soll ein erstes Frontend entstehen, mit dem einfache Galerien dargestellt werden können. Als zweiten Schritt möchte ich das Backend-Modul implementieren. Für dessen Umsetzung möchte ich aber noch auf T3 4.3 und die Integration von ExtJS warten.
Über weitere Ideen und Mithilfe an der Implementierung würde ich mich sehr freuen! Sobald es was zu sehen gibt, schreibe ich einen neuen Eintrag an dieser Stelle!
Mein erstes Mal... - Die erste Erstbegehung im Eis
Eine Erstbegehung - so sagte man mir - wäre eine aufregende Sache... gleich vorneweg: ist sie auch, das weiß ich jetzt. Man steht also vor einem Berg und sieht eine Linie, die davor sicher auch schon mal jemand gesehen hat (oder auch nicht) und dann will man da klettern. So geschehen bei unserer ersten Erkundungstour in Spitzbergen, als ich zum ersten Mal einen Blick auf den Ramsayfjellet geworfen habe. Das sah schon gut aus: Dunkler Fels, Nebel und in der Mitte hoch das, was man eine Eisrinne nennt. Die sollte es also sein - meine erste Erstbegehung.
Drei Tage später standen wir in voller Montur davor. Das Seil hatten wir im Rucksack, auf Grund der etwas flacheren Steigung beschlossen wir es allerdings vorerst auch dort zu lassen. Dann geht's also los. Von der Ferne sieht alles immer ganz steil und wild aus, wenn man davorsteht wird es (leider) immer flacher.
Also gab's erst mal einen Hatscher durch 30° steiles Gelände - nix, wo der ordentliche Alpinist das Seil auspackt. Dann wurde es steiler und steiler, die gefürchteten 60° traten aber nicht auf. Plötzlich waren wir schon fast oben und es drohte sogar nach 45° an der steilsten Stelle wieder flacher zu werden. Das konnte doch nicht sein. Hab ich mich doch so vor meiner Erstbegehung gefürchtet und jetzt sollten 45° alles sein?
Zum Glück war der Michi dabei. Der erspäht oben raus eine Wechte, die auf ihrer rechten Seite so aussah, als könne man auf den Fels aussteigen. Also ging er voraus, Christoph hinterher und ich schließlich als dritter und vorletzter. Da waren sie dann auch endlich: unsere 50 - 55°, die es als Erstbegehung doch noch lohnend machten. Dazu war's auch noch blank und ohne Seil dann doch noch ein bisschen was für die Nerven.
Trotz aller zwischendrin gebremster Euphorie war es oben ein unbeschreibliches Gefühl. Man war irgendwie stolz, schon gleich zweimal, weil man eben als erster da war. 250m sind jetzt nicht ewig lang - dafür war es weit genug weg von aller Zivilisation. Immerhin mussten wir darunter ein Camp aufbauen, das wir auch noch mit einem Tagesmarsch verlegt haben. Geiler Scheiss - wie Lars sagen würde.
Etwas gedämpft wurde unsere Erfolgsgeschichte von den Berichten der anderen Gruppe, die angeblich in 60° steilem Gelände unterwegs waren. Konnte das sein? Warum war denn denen ihre Rinne so viel steiler wie unsere...
Zwei Tage darauf wiederholten wir die (gleich steile) Nachbarrinne und mit einem Neigungsmesser, der sich hartnäckig um die 50° hielt, war unsere Reputation wiederhergestellt.
Obwohl ich noch weitere 5 Neutouren in Spitzbergen - vermutlich als erste Seilschaft - begangen habe, war die Ramsay-Fjellet NW-Wand doch ein besonderes Ereignis. Wir haben sie "No reason to get excited" getauft, weil wir davor ausgemacht haben, dass wenn's nix so Wildes ist, dann solle sie so heissen. Wild war's nicht, aber eindrucksvoll.
Bis zur letzten Tour haben wir nie ein Seil rausgeholt, die Rinnen waren alle <60° steil. Nur ganz am Schluss haben wir noch eine fast schon weggeschmolzene, versteckte Eisspur gefunden, die es dann wert war, dass man darin ordentlich gesichert hat. Da waren sie dann auch: unsere 80°. Zwar nur 2m lang - aber immerhin und blank genug war's oben raus auch. Zusammen mit einer 90° Wechte am Ausstieg die beeindruckendste Tour für mich. Sie wurde dann auch prompt zweimal wiederholt, was sie vermutlich zur meistwiederholten Eisrinne auf Spitzbergen macht :-) Wegen der versteckten Lage und dem komischen Gefühl mit Nebel und Wind bei der Erstbegehung nannten wir sie "Dark Side of the Moon".






